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Mord im Museum – Ein mörderischer Abend im Landesmuseum Stuttgart

Das Landesmuseum Württemberg bietet Krimi-Fans einen mörderischen Abend. Eine spannende Alternative zu allen Exit- und Escape-Rooms, die gerade überall aus dem Boden schießen: Kreuz und quer geht es durch das Alte Schloss – auch an Orte, an die man als normaler Besucher nicht immer gelangen kann. Gleich zwei Kriminalfälle kannst du dieses Jahr lösen: „Mord im Museum I – Der Fluch der Herecura“ und „Mord im Museum II – Der Tod der Königin“. Fall II habe ich bereits gelöst. 🙂 Das Landesmuseum beschreibt dessen Handlung so:

Für das Landesmuseum Württemberg könnte es nicht
besser laufen: Zur Auftaktveranstaltung der Vortragsreise
„Katharina und Olga – Königinnen zwischen Württemberg
und Russland“, haben sich viele Zuhörer im Vortragssaal
eingefunden, als plötzlich die Katastrophe passiert:
In Gegenwart der Gäste geschieht ein grausamer Mord
und katapultiert die erschrockenen Besucherinnen und
Besucher mitten hinein in eine rasante Suche nach
Indizien und Hinweisen in verborgene Ecken des Alten
Schlosses und darüber hinaus …
Story, Texte & Regie: Kerstin Manz-Kelm

Konzept „Mord im Museum II“ (13.04.)

Das Besondere an der Veranstaltung ist ganz klar die Kombination aus Schauspiel und gemeinsamen Ermitteln. So kannst du auf der einen Seite Szenen, die vor und nach dem Mord spielen als stiller Beobachter miterleben, auf der anderen Seite musst du selbst aktiv werden und Räumen nach Beweisstücken durchsuchen.
Bevor die Veranstaltung jedoch starten kann, werden alle Teilnehmer in Gruppen eingeteilt. Gemeinsam mit deiner Gruppe musst du den Fall lösen und die Fragen nach dem Täter korrekt beantworten.  Nach der Einteilung betrittst du den Vortragsraum und bist mitten im Geschehen. Schließlich beginnt alles mit dem Vortrag über die Königinnen Katharina und Olga von Prof. Dr. Lars van Lindt-Peter. Doch während der Professor referiert, geschieht ein Mord – und vier Verdächtige werden festgehalten. Da die Kripo Stuttgart unterbesetzt ist, werden die Besucher mit dem Auftrag betreut, den Täter zu finden. Insgesamt 10 Gruppen schlüpften an diesem Abend in die Rolle von Ermittlern und werden von Mitarbeitern des Museums auf der Spurensuche durch Schloss, Lapidarium, Markthalle und Glaskeller begleitet. Während ich durch die Räume der Schausammlung lief, fiel mir auf, dass ich die Ausstellung des Landesmuseums schon lange nicht mehr besucht habe. Denn Zeit zum Betrachten der Ausstellungsstücke hat man während der Ermittlung natürlich nicht. (TIPP: Die Schausammlung kannst du 2018 kostenfrei besuchen).
Wichtig bei der Veranstaltung ist das Zusammenarbeiten mit deiner Gruppe – es muss gemeinsam gerätselt, gemutmaßt und Beweise zusammengetragen werden. Der Krimi-Abend ist somit nichts für Einzelkämpfer. Insgesamt durchläufst du bei diesem Mordfall 6 Stationen, die entweder deinen Einsatz oder den Einsatz von Schauspielern beinhalten. Am Ende der Ermittlungstour wirst du wieder in den Vortragssaal gebracht. Dort werden die Ergebnisse der Befragung der Verdächtigen vorgestellt. Nun haben alle Gruppen nochmals Zeit sich auf einen Täter zu einigen und ihre Antworten abzugeben.

Fazit

Mir hat „Mord im Museum“ sehr gut gefallen. Für mich war es die perfekte Kombination von Krimi, Schauspiel und etwas Kulturvermittlung – denn bei einigen Stadtionen erzählt die Gruppenführerin des Museum kurz etwas zum Gebäude / Raum. Da man durch die Schausammlung des Museums läuft, bekommt man Lust das Museum mal wieder während den Öffnungszeiten zu besuchen (ein toller Nebeneffekt fürs Landesmuseum :)) Vielleicht kommt ja auch der ein oder andere Museumsmuffel wieder!
Du entdeckst während deiner Ermittlungstour Orte, zu denen du sonst nur bei Sonderveranstaltungen Zugang hast oder die man oftmals vergisst, wie z.B. das Lapidarium unter dem Neuen Schloss. Die überzeugenden Schauspieler sind übrigens keine Laiendarsteller, sondern bekannt aus Theater und Film: Ute von Stockert (u.a. „Tatort“), Sandra Pöhler, Tobias Wagenblaß („Verfehlung“), Kerstin Manz-Kelm (Story, Text & Regie von Mord im Museum) und Rüdiger Ewald (Achtung, die Besetzung wechselt).
Ich werde mir auf jeden Fall noch Karten für „Mord im Museum I“ besorgen. Denn jetzt bin ich motiviert: Von den 10 teilnehmenden Gruppen haben nur 4 den Fall lösen können – und unsere war dabei :)!

Informationen zur Veranstaltung

Da man steile Treppen und auch weitere Strecken zurücklegen muss, ist die Veranstaltung leider nicht für mobilitätseingeschränkte Teilnehmer geeignet.

Weitere Infos und Programm findest du hier.
https://www.landesmuseum-stuttgart.de/

Nächste Termine:
Mord im Museum II:
03. + 04. Mai 2018 (Do/Fr) (ausgebucht!)
13. + 14. September 2018 (Do/Fr)
25. + 26. Oktober 2018 (Do/Fr)
jeweils 19 Uhr
Eintritt VVK 27 Euro, erm. 17 Euro / AK 29 Euro, erm. 19 Euro
Achtung: Die Veranstaltung ist immer schnell ausverkauft!